Samstag, 17. November 2007

Wwwwoooooooooooooaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhh...

... was für ein Film!

Ok ich bin nicht ganz objektiv. Da ich als ausgemachter
Keira Knightley Fan gelte, finde ich nahezu alles gut.

Trotzdem!

"
Atonement" oder "Abbitte" ist ganz großes Kino.

Der Film handelt von 1934 bis heute. Briony, ein Mädchen aus gutem englischen Hause, der Vater ist Minister, ist eine sehr begabte 13 jährige Autorin. Sie beobachtet Robbie Turner und Cecilia, Ihre Schwester, in einer zweideutigen Situation. Bereits hier wird die Klasse des Films sehr deutlich. Durch das Erzählen der selben Situation aus zwei Blickwinkeln, hintereinander, bekommt der Zuschauer ein multidimensionales Bild der Handlung. Endlich! Endlich wieder ein Film, welcher erzählt und nicht einen Plot abspult. Wir sehen also die Situation zunächst aus der Perspektive von Briony und dann aus der Perspektive von Cecilia und Robbie. Dieses Shema wiederholt sich einige Male und führt dazu, dass der Zuschauer, über die wahren Ereignisse aufgeklärt, tiefer in die Handlung genommen wird und so immer verzweifelter wird.

Cecilia und Robbie gestehen sich Ihre Liebe. Nach einigen Verwicklungen wird Robbie jedoch für ein Verbrechen verhaftet, welches er aber nicht begangen hat. Als Begnadigung muss er sich zur Armee melden und Cecilia trennt sich von Ihrer reichen Familie. Die Handlung lebt von den Gründen, die zu dieser unüberwindbaren Grenze geführt haben. Entscheidend wird der Englische Kanal, auf der einen Seite Cecilia auf der französischen Seite im Krieg Robbie.

Den Film machen absolut grandiose Bilder aus. Die Handlung wird durch diese Bilder perfekt in die Landschaft eingefügt. Ein Höhepunkt dieser Landschaftsaufnahmen ist eine sehr lange Szene am Strand von
Dunkerque. Hier haben sich die englischen Truppen nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im zweiten Weltkrieg zurückgezogen. Die Verzweifelung und der Wahnsinn dieser Situation, im Rücken die Deutschen und vor sich nur den Kanal ohne Chance auf Rettung, wird durch diese Szene gut umgesetzt. Von dem Moment an, wo Robbie auf die Düne tritt bis zum Eintritt in eine Kneipe wird kein einziges Mal geschnitten. Wir gehen quasi mit Robbie über diesen Strand. Vielleicht nicht so brutal wie die Strandszene in "James Ryan" aber ebenso beängstigend.

Man sollte also Zeit mit ins Kino nehmen und sich auf diese Erzählweise einlassen. Es dauert sehr lange, bevor überhaupt die Handlung des Films beginnt, da zunächst die Protogonisten eingehend dargestellt werden.

Die schauspielerische Leistung ist bei allen Beteiligten überdurchschnittlich gut.
Hans-Ulrich Pönak profezeit diesem Film einen Oscar und hat diesem Film absolut empfohlen. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies der beste englische Film seit "Clockwork Orange" ist.

Fazit:
Technisch perfekt, briliant gespielt, großartig und leinwandfüllend insziniert, eine packende Story und ein wunderschöner Soundtrack. ABSOLUT SEHENSWERT! Geht so schnell wie möglich ins Kino, da dieser Film eher schnell die Kinos verlassen wird. Ich war gestern in der Spätvorstellung mit vier Leuten im Kinosaal. Traurig!

Zum Schluss der Trailer:


Kommentare:

Jekylla hat gesagt…

Ich bin ja ein totaler Fan von Hans-Ulrich P. Vor allem, wenn er einen Film nicht gut findet. Obwohl, seine Begeisterung, WENN er einen gut findet, ist auch super *g

Christoph hat gesagt…

In letzter Zeit hat er keinen Film mehr zerrissen :(